Sonnenschutzfolien

Sonnenschutzfolien Kosten: Was Folie und Montage pro m² wirklich kosten

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Das Wichtigste in Kürze

  • Selbst klebenHandelsware etwa 10 bis 40 Euro pro Quadratmeter, plus wenig Werkzeug.
  • FachbetriebEtwa 50 bis 120 Euro pro Quadratmeter inklusive Folie, oft plus Anfahrt.
  • BeispielVier Fenster selbst foliert: ca. 75 bis 270 Euro, mit Fachbetrieb ca. 260 bis 600 Euro.
  • HaltbarkeitInnenfolie meist 10 Jahre und mehr, Außenfolie etwa 5 bis 10 Jahre.

Sonnenschutzfolien kosten zum Selberkleben grob 10 bis 60 Euro pro Quadratmeter, je nach Folienart und Qualität. Lässt du einen Fachbetrieb kleben, liegst du eher bei 50 bis 120 Euro pro Quadratmeter, bei Außenmontage mit Leiter oder Gerüst auch darüber. Für ein paar normale Fenster in der Wohnung reicht meist ein Budget unter 100 Euro, wenn du selbst Hand anlegst.

Preise pro Quadratmeter im Überblick

Die folgenden Spannen sind Richtwerte. Sie schwanken mit Hersteller, Rollenbreite und Händler, geben dir aber eine realistische Orientierung.

Folie Selbst kleben (pro m²) Mit Fachbetrieb (pro m²)
Spiegelfolie innen, Handelsware ca. 10 bis 30 € selten angeboten
Neutrale Hitzeschutzfolie, Handelsware ca. 15 bis 40 € selten angeboten
Statische Folie ohne Kleber ca. 10 bis 30 € entfällt
Markenfolie vom Fachhandel (innen) ca. 20 bis 60 € ca. 50 bis 100 €
Profi-Außenfolie oft nur mit Montage ca. 70 bis 120 € und mehr

Eine gute Einordnung liefert Stiftung Warentest. In ihrem Test von Sonnenschutzfolien (Juni 2021, 11 Folien) lagen die Folien zur Selbstmontage bei etwa 18 bis 63 Euro pro Quadratmeter, mit Montage durch einen Fachbetrieb bei etwa 53 bis 120 Euro. Für einige Profifolien rieten die Anbieter von der Eigenmontage ab. Diese Preise sind Einkaufspreise aus dem Test und heute nicht mehr eins zu eins gültig, die Größenordnung passt aber weiterhin.

Was den Preis bestimmt

Folienart und Technik

Einfache Spiegelfolien mit Metallbeschichtung sind am günstigsten und halten trotzdem viel Wärme ab. Neutrale Folien, die kaum sichtbar sind, kosten mehr, weil sie aufwendiger beschichtet sind, schützen aber meist weniger stark vor Hitze. Außenfolien brauchen einen wetterfesten Aufbau und sind deshalb teurer. Welche Variante zu deinem Fenster passt, liest du im Sonnenschutzfolien Test.

Rollenbreite und Verschnitt

Folien werden meist als Rolle in festen Breiten verkauft, zum Beispiel 60, 75, 90 oder 120 Zentimeter. Entscheidend ist die kürzere Seite deines Fensters: Sie muss in die Rollenbreite passen, sonst musst du stückeln, und eine Naht sieht man immer. Plane etwa 10 Prozent Verschnitt ein. Bei vielen kleinen Scheiben kann das mehr sein. Miss jede Scheibe einzeln im Glasfalz aus und schreib die Maße auf, bevor du bestellst: Oft passen zwei kleine Scheiben nebeneinander auf eine breite Rolle, und du sparst dir eine zweite.

Zugang zum Fenster

Bei der Fachmontage zahlt man vor allem Arbeitszeit. Ein gut erreichbares Fenster im Erdgeschoss ist schnell foliert. Schrägverglasung, Dachfenster ohne Putzstellung, Außenmontage ab dem ersten Stock oder ein Gerüst treiben den Preis deutlich nach oben. Dazu kommen oft Anfahrt und ein Mindestauftragswert.

Selbst kleben oder Fachbetrieb?

Für einzelne Fenster in der Wohnung lohnt sich ein Fachbetrieb selten. Die Montage einer Innenfolie ist kein Hexenwerk, mit unserer Anleitung Fensterfolie anbringen schaffst du ein normales Fenster in etwa einer halben Stunde. An Werkzeug brauchst du nur ein paar Dinge:

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Ein Fachbetrieb ist sinnvoll, wenn:

  • du viele oder sehr große Glasflächen hast,
  • eine Außenfolie ab dem ersten Stock nötig ist,
  • du eine Profifolie willst, die nur mit Montage verkauft wird,
  • du Wert auf Garantie legst, denn viele Hersteller geben sie nur bei Fachmontage.

Beispielrechnung

Angenommen, du willst vier Fenster mit je 1,0 x 1,3 Meter innen folieren. Das sind 5,2 Quadratmeter Glas, mit Verschnitt rund 6 Quadratmeter Folie.

Posten Selbst kleben Fachbetrieb
Folie (Handelsware, 10 bis 40 €/m²) ca. 60 bis 240 € im Preis enthalten
Werkzeug (Rakel-Set, Schaber) ca. 15 bis 30 € entfällt
Folie plus Montage (50 bis 100 €/m²) entfällt ca. 260 bis 520 €
Anfahrt entfällt oft extra
Zeitaufwand ca. 2 bis 3 Stunden ca. 1 bis 2 Stunden Termin
Summe ca. 75 bis 270 € ca. 260 bis 600 €

Die Spanne ist groß, weil der Folienpreis so stark schwankt. In der Praxis landen die meisten Leute mit einer soliden Spiegelfolie aus dem Handel eher am unteren Ende.

Lohnt sich die Ausgabe?

Eine Sonnenschutzfolie kostet keinen Strom und muss nicht bedient werden. Wer im Sommer ein mobiles Klimagerät oder mehrere Ventilatoren laufen lässt, spart Betriebskosten, weil weniger Wärme in den Raum kommt. Wie viel genau, hängt stark von Fenstergröße, Ausrichtung und Gebäude ab, deshalb nennen wir hier keine Pauschalzahl. Der wichtigste Nutzen ist oft ein anderer: Räume mit großen Süd- oder Dachfenstern werden am Nachmittag überhaupt erst wieder nutzbar.

Auch die Haltbarkeit spielt in die Rechnung hinein. Innenfolien halten in der Regel 10 Jahre und länger, weil sie nicht dem Wetter ausgesetzt sind. Außenfolien halten laut Herstellern je nach Qualität und Einbaulage etwa 5 bis 10 Jahre. Auf die Jahre gerechnet ist eine Innenfolie damit eine der günstigsten Formen von Hitzeschutz.

Im Winter nimmt eine Sonnenschutzfolie einen Teil der erwünschten Sonnenwärme weg. Bei Dachfenstern merkt man davon wenig, bei großen Südfenstern kann sich eine abnehmbare Folie lohnen. Mehr dazu unter Sonnenschutzfolie im Winter.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Sonnenschutzfolie pro Fenster?

Für ein normales Wohnungsfenster mit gut einem Quadratmeter Glas zahlst du beim Selberkleben meist 15 bis 50 Euro für die Folie. Mit Fachbetrieb rechnest du mit etwa 60 bis 130 Euro pro Fenster, dazu kommen oft Anfahrt und ein Mindestauftragswert.

Was kostet es, Sonnenschutzfolie anbringen zu lassen?

Fachbetriebe rechnen meist pro Quadratmeter inklusive Folie ab, typisch sind etwa 50 bis 120 Euro. Außenmontage, schwer erreichbare Fenster oder ein Gerüst kosten extra. Hol dir am besten zwei oder drei Angebote mit Angabe der Folie und ihrer Werte ein.

Sind teure Folien besser als günstige?

Nicht automatisch. Günstige Spiegelfolien halten oft sehr viel Wärme ab. Teurer sind vor allem neutrale Folien mit aufwendiger Beschichtung und Außenfolien. Achte mehr auf den angegebenen Gesamtenergiedurchlass als auf den Preis.

Wie lange hält eine Sonnenschutzfolie?

Innen angebrachte Folien halten in der Regel 10 Jahre und mehr. Außenfolien sind Wetter und UV-Strahlung ausgesetzt und halten je nach Qualität etwa 5 bis 10 Jahre.

Fazit

Sonnenschutzfolien gehören zu den günstigsten Hitzeschutz-Maßnahmen. Wenn du ein paar Fenster selbst innen folierst, bleibst du meist deutlich unter 100 bis 200 Euro inklusive Werkzeug. Einen Fachbetrieb brauchst du vor allem für große Flächen, Außenmontage in der Höhe oder Profifolien mit Garantie. Rechne dort mit etwa 50 bis 120 Euro pro Quadratmeter und vergleiche mehrere Angebote.

Über den Autor

Max schreibt bei zu heiß! über Hitzeschutz, Fensterfolien und sparsames Heizen und erklärt die Themen auch in kurzen Videos auf YouTube. Folien, Plissees und Ventilatoren hat er in der eigenen Dachgeschosswohnung ausprobiert.